Massnahmen zur Verbesserung des Datenmanagements im Gesundheitsbereich

Die Bundesverwaltung will das Datenmanagement im Gesundheitswesen nachhaltig verbessern. Ein Bericht informiert über den Stand der Verbesserung und definiert Handlungsfelder.

Bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wurden zahlreiche Mängel in der Digitalisierung und im Datenmanagement des Gesundheitswesen sichtbar. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Januar 2022 deshalb einen Bericht über den Stand der Verbesserungen des Datenmanagements im Gesundheitswesen zur Kenntnis genommen und die betroffenen Departemente beauftragt, bis im Juli 2022 über das weitere Vorgehen Bericht zu erstatten.

Der Bericht definiert Grundsätze für das künftige Datenmanagement und zeigt konkrete Massnahmen auf, um den Umgang mit Daten im Gesundheitswesen langfristig, nachhaltig und zuverlässig zu verbessern. Als Massnahmen werden unter anderem die Harmonisierung von Registern und die Einführung einer Fachgruppe von Bund, Kantonen und Verbänden zur Führung und Steuerung eines gemeinsamen gesamtheitlichen Datenmanagements genannt. 

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Interprofessionelle Arbeitsgemeinschaft für mehr Effizienz bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen gegründet

Zehn nationale Verbände der Leistungserbringer im Medizinal- und Gesundheitswesen haben am 3. November 2021 in Bern den Verein IPAG eHealth ins Leben gerufen. Die interprofessionelle Arbeitsgemeinschaft engagiert sich mit Nachdruck für mehr Effizienz bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Ziel der Organisation ist es, im eHealth-Bereich Lösungen zu erarbeiten, die zugunsten der Patientinnen und Patienten hochqualitativ, nachhaltig und kosteneffizient sind. 

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IG eHealth wählt zwei neue Vorstandsmitglieder

Am 19. Oktober 2021 fand die diesjährige Herbstversammlung der IG eHealth im sitem-insel in Bern statt. Die Mitglieder der IG eHealth haben zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt. Ralf Klappert (Leiter Geschäftsbereich Digital Health bei ELCA Informatik AG) und Rajesh Nair (Leiter Digital Health bei der Schweizerischen Post) wurden einstimmig in den Vorstand aufgenommen. Präsidentin Anna Hitz und Geschäftsführer Walter Stüdeli informierten die Mitglieder über den Stand der Umsetzung der Schwerpunkte innerhalb der IG eHealth, über Aktivitäten des Parlaments und die nächsten Schritte der Allianz "Digitale Transformation im Gesundheitswesen". Das Vorstandsmitglied Stefan Wild informierte über ein Treffen der Stakeholder über die Revision des elektronischen Patientendossier-Gesetzes EPDG.

 

 

Als Abschluss der Versammlung hielt Dr. Simon A. Rothen, CEO der sitem-insel AG ein Referat über die interdisziplinären Tätigkeiten vom sitem mit dem Titel «From high-quality research to society-benefiting treatments». Er gewährte den Mitgliedern der IG eHealth eine spannende Einführung in die Welt der translationalen Medizin. 

Stellungnahme IG eHealth zum Zielbild E-ID

Für die digitale Transformation ist es zentral, dass Gesundheitsdatenökosysteme geschaffen werden, was u.a. eindeutige Identitäten voraussetzt. Die E-ID und SSI sind Hilfsmittel, die für das Funktionieren dieser Ökosysteme unerlässlich sind.

Die Eingabe der IG eHealth finden Sie im Anhang.

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Bundesrat schlägt Massnahmen zur Verbreitung und Nutzung des EPD vor

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 11. August 2021 einen Postulatsbericht verabschiedet. Darin schlägt er eine Reihe von Massnahmen vor, um die Verbreitung und Nutzung des elektronischen Patientendossiers gezielt zu fördern.

Neben den bereits geplanten und durchgeführten Massnahmen in den Bereichen Information und Befähigung, Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität sowie Anreize für die Bevölkerung und Gesundheitsfachpersonen, hat das BAG weitere Massnahmen einer Prüfung und Validierung unterzogen.

Anschliessend wurden diejenigen Massnahmen zur Weiterverfolgung ausgewählt, mit denen die Weiterentwicklung des elektronischen Patientendossiers sowie dessen Verbreitung und Nutzung einschneidend vorangetrieben werden können. Dazu gehören, dass die zentrale Ablage für dynamische Daten erlaubt wird, der Bezug der elektronischen Identität erleichtert wird und die Nutzung der technischen EPD-Infrastruktur für interoperable Zusatzdienste erlaubt sind.

 

Für Massnahmen, mit denen die Nutzung der technischen EPD-Infrastruktur für interoperable Zusatzdienste (z.B. eZuweisung) ermöglicht und eine zentrale Ablage für dynamische Daten (z.B. eMedikation) geschaffen wird, sind rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen, damit die dynamischen Daten beispielsweise auf einem zentralen Ablageort einer ausgewählten (Stamm-)Gemeinschaft gespeichert werden können. Ob eine Anpassung des EPDG notwendig ist oder ob die zentrale Ablage im Verordnungsrecht eingeführt werden kann, hängt von der konkreten Umsetzung der Massnahme ab.

Der Bericht zeigt zudem auf, dass das EPD mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert ist, die nicht nur mit der Umsetzung der empfohlenen Massnahmen zu bewältigen sind wie z.B. die Sicherstellung einer nachhaltigen Betriebsfinanzierung für die (Stamm-)Gemeinschaften.

 

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