Aktuell

E-Patientendossier-Vergabe: Bundesrat beantwortet kritische Fragen nicht

Der Bundesrat hat zwei Vorstösse von Nationalrätin Edith Graf-Litscher nicht beantwortet, zuerst eine Anfrage, nun eine Interpellation. Damit bleibt die Kernfrage unbeantwortet, ob die Vergabe der Referenzumgebung rechtskonform erfolgt ist. Die falsche Diskretion des Bundesrates lädt zu Spekulationen ein. Was will uns der Bundesrat verschweigen? Wir bleiben am Ball und versuchen es herauszufinden.

 

Bericht im Inside-IT

"Eine Vergabe des Bundes im Bereich E-Health aus dem letzten Februar gibt weiterhin Anlass zu Diskussionen - beziehungsweise dem Bundesrat Anlass, zu schweigen. Der belgische IT-Dienstleister IHE Services Europe erhielt damals freihändig einen Auftrag zum Aufbau einer Referenzumgebung für das Elektronische Patientendossier (EPD-Ru)."

Link zum Bericht im Inside-IT

Link zur Interpellation Graf-Litscher

 

 

Schwerpunkte 2018 der IG eHealth

Der Vorstand hat an der Sitzung vom 24. Januar die Schwerpunkte festgelegt, die den Mitgliedern zur Genehmigung unterbreitet werden:

 

1. Strategie „Digitale Transformation im Gesundheitswesen“ Bund-Kantone-Stakeholder initiieren und aktiv begleiten
2. ePatientendossiergesetz und Verordnungen:

  •  Praxistauglichkeit der technischen Anhänge sicherstellen
  •  Vorschläge Finanzierungsmodelle und Ertragsmechanismen konkretisieren
  •  Fachliche Unterstützung Zusatzdienste der Gemeinschaften
  •  Anbindung der Primärsysteme ans EPD
  •  Elektronisch dokumentieren und archivieren
    - Rechtsgutachten bezüglich nationalem Gesetzesauftrag
    - parlamentarische Massnahmen einleiten

3. Issue Monitoring- und Management:

  • Überprüfung gesundheitspolitischer Vorlagen (Vernehmlassungen, Gesetzte, parlamentarische Vorstösse) bezüglich eHealth-Tauglichkeit
  • politisches Lobbying zur Vertretung der Industrie-Anliegen

4. Vertretung der Industrie im «Beirat der Umsetzer und User» von eHealthSuisse»
5. Information/Kommunikation

  • Versand Booklet Digitaler Wandel im Gesundheitswesen
  • Mitgliederversammlungen
  • Mitgliederinformationen per Mail

6. Strategische Partnerschaften:

  • mHealth (Decomplix) Marktzugang bei Medizinprodukten erleichtern
  • Messen (Partnerschaften eHealthSummit, IFAS 2018 u.a.)
  • Patronat parlamentarische Gruppe digitale Nachhaltigkeit

 

 

 

Inside-IT: War der Zuschlag für Schweizer eHealth-Infrastruktur korrekt?

Der Zuschlag für die Referenzumgebung des E-Patientendossiers wirft Fragen auf. Nicht nur die freihändige Vergabe.
 
Im Februar hat eHealth Suisse, Koordinationsorgan für E-Health von Bund und Kantonen, einen inklusive Optionen knapp vier Millionen Franken schweren Auftrag für die Referenzumgebung des Elektronischen Patientendossiers (EPD-Ru) vergeben. Den Zuschlag erhielt die belgische IHE Services Europe damals freihändig. Im offenen Verfahren sei kein Angebot eingegangen, lautet die Begründung auf der WTO-Ausschreibungsplattform Simap.

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Die IG eHealth

  • Die IG eHealth will die Umsetzung von eHealth in der Schweiz beschleunigen, damit Qualitäts- und Sicherheitslücken in der Behandlung verhindert und administrative Prozesse verbessert werden.
  • Sie setzt sich für bessere Rahmenbedingungen von eHealth in der Schweiz ein und leistet fachliche Unterstützung bei der Erarbeitung der gesetzlichen Grundlagen.
  • Sie vertritt die Industrie im «Beirat der Umsetzer und User» von eHealthSuisse (ehemals Projektleitungsgremium) und steht im Kontakt mit allen relevanten Stakeholdern im Gesundheitswesen.

Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie unter IG eHealth / Mitgliedschaft